Kategorie-Archiv: Presse

Unsere neue Brauerei ist in Betrieb

Nach nur sieben Monaten Umbauzeit haben wir inzwischen unsere neue Brauerei in Betrieb genommen. Am 12. September feierten wir mit über 300 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft die Einweihung. Nach einer kurzen Ansprache von Geschäftsführer Robert Glaab startete der Rundgang durch die neuen Hallen. Hier haben wir die letzten Monate in Bild und Ton Revue passieren lassen. Nach der Segnung und den Grußworten war es Zeit unser erstes Bier aus der neuen Anlage auszuschenken. Das Hefeweizen Hell gibt es mittlerweile im Handel und darf gerne verköstigt werden! Mehr Informationen zur Einweihungsfeier finden Sie hier: http://www.glaabsbraeu.de/aktuelles/einweihungsfeier-neue-brauerei.htm

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Erster Sud aus dem neuen Kessel

Das Herzstück unserer neuen Brauerei – das Sudhaus – ist betriebsbereit!  Und erstmals lag Bier in der Luft. 🙂 Nach nur wenigen Stunden hatten wir den ersten Weizensud fertig. Einfach köstlich! In bis zu sieben Wochen reifen jetzt die ersten Liter unseres ersten obergärig gebrautem Hefeweizen hell in der neuen Brauanlage! Wow – wie aufregend!!

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Neue Brauerei für mehr Spezial- und Craftbiere im Raum Frankfurt

Unsere neue Brauerei ist da!

Am Montag, den 18. Mai wurde der erste Teil unserer Brauerei von der BrauKon aus Truchtlaching geliefert. Weitere Teile – wie der Whirlpool oder die Lagertanks  – kommen sukzessive in den nächsten Wochen. Der Aufbau beträgt mit 8 Personen mehrere Wochen. Un dann dauert es noch eine Weile, bis das erste Glaabsbräu-Bier in der neuen Brauerei eingebraut werden kann. Nochmals zur Info: Mit der neuen Brauerei wollen wir in Zukunft neben unseren Standardbieren, wie Pils etc. noch mehr Spezial- und  Craftbiere (Craft Beer) einbrauen. Wir halten euch  hier über den Fortschritt der Aufbauarbeiten auf dem Laufenden.

Um die Bildergalerie zu öffnen, klicke wie immer auf das erste Foto.

Hoch her ging es am Montagmorgen in der Frankfurter Straße/Wallstraße, als die neue Brauereianlage für die Glaabsbräu geliefert wurde.
Hoch her ging es am Montagmorgen in der Frankfurter Straße/Wallstraße, als die neue Brauereianlage für die Glaabsbräu geliefert wurde.

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Vier LKW galt es einzuweisen, auszuladen und wieder hinauszulotsen. Da war Geduld gefragt bei allen Beteiligten, inklusive der Autofahrer.
Vier LKW galt es einzuweisen, auszuladen und wieder hinauszulotsen. Da war Geduld gefragt bei allen Beteiligten, inklusive der Autofahrer.

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Viel Erfahrung, Geduld und fingerspitzengefühl braucht es, um dieses schwere Gerät unbeschadet vom LKW zu holen.
Viel Erfahrung, Geduld und fingerspitzengefühl braucht es, um dieses schwere Gerät unbeschadet vom LKW zu holen.
Mit diesem Gabelstaplerfahrer will sicher niemand das Balance-Baum-Spiel spielen. Außer er will haushoch verlieren. :-)
Mit diesem Gabelstaplerfahrer will sicher niemand das Balance-Baum-Spiel spielen. Außer er will haushoch verlieren. 🙂

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Geht nicht, gibt’s nicht. Und so werden die ca. 8m langen Rohre drübergehoben.
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Für die nächsten Rohre haben sich die Jungs von BrauKon einen leichteren Weg einfallen lassen.

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In den fünf Stunden Entladezeit war viel los in der Stadt mit Fahrzeugen aller Art.
In den fünf Stunden Entladezeit war viel los in der Stadt, und es gab allerhand zu sehen: darunter (fast) die ganze Bandbreite fahrbarer Untersätze.
Die Kühlanlage genoß einen Einzelplatz in diesem Transporter.
Die Kühlanlage genoß einen Einzelplatz in diesem Transporter.
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v.l. Robert Glaab, Claudia Bicherl und Richard Glaab

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Zwischendurch noch schnell ein Interview mit unserem neuen Biersommelier und Teilnehmer bei der Bier-Sommelier-WM in Brasilien.
Zwischendurch noch schnell ein Interview mit unserem neuen Biersommelier und Teilnehmer bei der Bier-Sommelier-WM in Brasilien.
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Das Sudhaus!
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Die erste Stadträtin und Bürgermeisterkandidatin Claudia Bicherl kam auch vorbei, um sich ein Bild vom Highlight des Tages zu verschaffen.
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Kleiner Blick in das Herzstück der Brauerei: Das Sudhaus mit den beiden Kesseln.
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Das Ordnungsamt ist zur Stelle, um den Verkehr zu regeln. Dank der Geduld aller Beteiligten gab es keine Probleme.
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Wie viel in Seligenstadt an einem Montagvormittag los ist, weiß man, wenn man mal fünf Stunden vor Ort war. 🙂

Kleiner Blick in das Herzstück der Brauerei: Das Sudhaus mit den beiden Kesseln.

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Hier geht's hinauf zum Versorgungsbereich mit der Treppe vom Seligenstädter Schlossereibetrieb Markus Millitzer.
Hier geht’s hinauf zum Versorgungsbereich mit der Treppe vom Seligenstädter Schlossereibetrieb Markus Millitzer.
Oben im 1. Stock steht in Zukunft der Versorgungsbereich.
Oben im 1. Stock steht in Zukunft der Versorgungsbereich.

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Währenddessen sorgt Adrian Bruder mit seinem Team für Lichtblicke: Fenster in der Decke.
Währenddessen sorgt Adrian Bruder mit seinem Team für Lichtblicke: Fenster in der Decke.

Sauer? Na und! Was ein Boden in der Brauerei- und Getränkeindustrie aushalten muss

Seligenstadt, 12.5.2015 Wenn im nordrhein-westfälischen Dülmen das Telefon klingelt, wissen die Mitarbeiter von Uwe Schlahn ziemlich genau, woher der Anrufer kommt: aus der Pharma-, Lebensmittel- oder Getränkeindustrie. Wie im Fall der Glaabsbräu, deren Anfrage Anfang des Jahres aus dem 300 Kilometer entfernten Seligenstadt anflatterte. Robert Glaab, Chef der Traditionsbrauerei in der 9. Generation, war gerade im Begriff eine neue Brauerei zu bauen und brauchte Spezialfliesen. Denn in einer Brauerei gibt es neben den allgemeinen Hygienestandards auch spezielle Anforderungen an die Belastbarkeit und Beanspruchung. Tatsächlich ist das Thema so komplex, dass man dafür spezielles Know-how über Chemie, Statik, etc. braucht.

Uwe Schlahn ist seit über 30 Jahren im Geschäft und einer der wenigen Anbieter, die diese säurefesten, extrem belastbaren Spezialbodenbeläge verlegen. Entsprechend häufig waren er und seine Mitarbeiter auf Baustellen quer über den Globus unterwegs – über Südamerika, Curacao bis nach Nigeria und Vietnam. Doch zurück zur Glaabsbräu – immerhin 271 Jahre alt – im historischen Seligenstadt, das heuer seinen 1.200-jährigen Geburtstag feiert und zu den 100 ältesten Städten Deutschlands zählen soll.

Drei Wochen sind in dem straffen Zeitplan angesetzt für die rund 580 m2 Fläche, die Vorarbeiter Ulrich Kümper mit seinem routinierten, fünfköpfigen Team auch einhalten wird. Am Ende werden zwei Mitarbeiter 58.000 Fliesen verlegt haben. Das wären 1.866 Stück sauber verlegte Sechseckfliesen pro Mitarbeiter und Tag oder 233 pro Stunde, wenn sie denn ausschließlich Fliesen verlegt hätten, was natürlich nicht der Fall ist in Anbetracht der Vor- und Nacharbeiten. Doch der Reihe nach.

Gutes Fundament für starke Belastbarkeit

Mit einer Höhe von 14-19cm ist dieses Spezialmörtelbett mehr als doppelt so hoch wie normale Estriche. Zusätzlich werden dem Sand und Zement im sogenannten Zwangsmischer Stahlspäne und eine spezielle Haftemulsion untergerührt. Sie machen diesen Estrich noch stabiler und damit belastbarer. Schließlich sollen hier zukünftig zwei voll ausgelastete Sudhäuser und 26 Tanks stehen. Denn Glaabsbräu will das bisherige Sortiment ergänzen um mehr Spezial- und Craftbiere, d.h. zu den bekannten Bieren noch mehr Sorten in kleineren Margen einbrauen. Das Gesamtvolumen der Behälter liegt knapp unter 2000 Hektolitern. Das entspricht einem Maximalgewicht von ca. 195.000 kg. Also etwa so viel wie 325 Vollblut-Pferde oder 130 Mittelklassewagen. Die 2cm starken Hexagonal-Steinzeugfliesen sind nicht glasiert, um Absplitterungen zu verhindern und zudem doppelt so dick wie übliche Fliesen, um der thermischen Belastung besser standzuhalten. Diese Sechseck-Form ermöglicht eine perfekte Gestaltung unebener Böden (hier: mehrere Abflussgefälle) und ein sauberes Fugenbild von weniger als 3 Millimeter, was wiederum die Angriffsfläche reduziert und für chemische Beständigkeit sorgt.

Säurebeständig, antibakteriell und hygienisch

Spannend wird es beim Verfugen. Denn der Boden soll laut Hersteller locker 30 Jahre halten, dabei Bakterien und Pilzen den Spass an der Vermehrung verderben und vor allem säure- und laugenhaltigen Flüssigkeiten (Reinigungsmittel) Paroli bieten. Hierfür werden die Fugen mit einer speziellen (Quarz-)Sandkörnung gemäß „Sieblinie“ aufgefüllt und der Boden so lange mit (in diesem Fall) Epoxidharz geflutet, bis der Untergrund gesättigt und die Fugen gefüllt sind. Wer schon einmal Harz an den Fingern kleben hatte, wird ahnen, welche Fleißarbeit das Entfernen des überschüssigen Harzes darstellt, das in mehreren Arbeitsgängen und mittels eines speziellen Reinigungsverfahrens durchgeführt wird.

Kaum sind die Fliesen auf dem extra schnell trocknenden Estrich verlegt und elektromechanisch verdichtet, geht es auch schon durchgetaktet weiter. Denn eine längere Wartezeit oder größere Verzögerung wären fatal: Der Lieferant steht am Chiemsee schon in den Startlöchern und will die fertige Brauanlage pünktlich zum vereinbarten Termin liefern und aufbauen. Schließlich soll nach etwa fünfmonatiger (Um-)Bauzeit im Sommer schon das erste Glaabsbräu aus der neuen Brauerei fließen.

Siehe hierzu auch unsere Fotogalerie.

23.4. Tag des Deutschen Bieres – warum?

Auf der Baustelle wird heute natürlich fleissig nach Plan weitergearbeitet, obwohl einige Seligenstädter Gastronomiebetriebe anlässlich des heutigen „Feiertages“ extra Aktionen planen. Wenn du nichts Wichtigeres vor hast, dann lass dich überraschen, was es heute Abend zu erleben gibt. Die Voraussetzungen sind gut: Die Sonne scheint, es blüht und duftet nach Frühling. Spaziere  oder radle nach Seligenstadt zum

Old Smuggler,
Wilder Mann
Äppel Seppel
Live Lounge
Zum Römischen Kaiser
oder nach Rodgau zu Andy’s Eisenbahn.

Einfach mal vorbeischauen, überraschen lassen und ein gutes Glaabsbräu genießen! 😉 Wenn ihr eure Bierkumpels beeindrucken wollt mit echtem Bierwissen, dann lest den folgenden Hintergrundbericht und stoßt gleich mit einem Glaabsbräu auf euer Spezialwissen an! 😉 So seid ihr für den Wochenendspurt physisch und psychisch gut vorbereitet und gekräftigt.

Tag des Deutschen Bieres – wofür?

Der 23. April gilt seit 1994 als Tag des deutschen Bieres. Vor 499 Jahren, also am 23. April 1516, trat der Bayerische Landständetag unter Vorsitz von Herzog Wilhelm IV. in Ingolstadt zusammen, um ein Gesetz zu genehmigen. Wilhelm hatte zusammen mit seinem Bruder Ludwig X von Bayern eine Vorschrift erlassen, wonach für die Herstellung von Bier nur Gerste, Hopfen und Wasser verwendet werden dürfe. Wofür ein solches Gesetz? Möglicherweise hatte der Fürst, dem neben Klugheit auch ein Hang zu gutem Essen, Trinken, Jagd und Vergnügungen nachgesagt wurde, ganz persönliche, lebenserhaltende Motive. Denn bis zu diesem Zeitpunkt wurde neben chemischen Stoffen zur Konservierung so allerlei Kraut zugesetzt, um das Bier würziger zu machen. Darunter gab es auch ausgesprochen giftige, die Halluzinationen auslösen konnten. Verwendet wurden Ochsengalle, Wacholder, Gagel, Schlehe, Eichenrinde, Wermut, Kümmel, Anis, Lorbeer, Schafgarbe, Stechapfel, Enzian, Rosmarin, Rainfarn, Johanniskraut, Fichtenspäne, Kiefernwurzeln, vor allem aber das Bilsenkraut. Letzteres, auch treffenderweise Hexenpflanze genannt, ist für seine berauschende und narkotische Wirkung bekannt. Insbesondere die Wurzeln und Samen sind hochgiftig; etwa 15 Samen sind für Kinder tödlich.

Vom Bauern bis zum Adel: Bier als Nahrungsmittel

Man erinnere sich: Früher tranken auch Kinder Bier, da es als nahrhaftes und stärkendes Lebensmittel galt. So aß im Mittelalter in Deutschland ein großer Teil der Bevölkerung quer durch alle Schichten und inklusive der Kinder morgens Biersuppe. Das sogenannte Dünnbier hatte allerdings nur 2 % Alkoholgehalt.

Ein Mönch. Ein Bier.

Bierherstellung war zunächst Frauensache bis zum 6. und 7. Jahrhundert, als das Christentum durch irische Missionare nach Europa kam. 800 n. Chr. gab es allein in Bayern 300 Klöster, von denen einige schon seit 150 Jahren Bier brauten. Auch die Mönche schätzten das nahrhafte und wohlschmeckende Getränk besonders in der Fastenzeit. Es galt: Liquida non frangunt ieunum – Flüssiges bricht das Fasten nicht. Immerhin 5 Liter Bier durfte jeder Mönch am Tag zu sich nehmen. Heute wird beim Fasten Alkohol, insbesondere nach der Fastnachts- und Karnevalszeit, ausdrücklich vom Speiseplan gestrichen.

Das älteste Lebensmittelgesetz der Welt

Nur die Hefe wurde dem ursprünglichen Gesetz von 1516 hinzugefügt, der Rest ist bis heute gleich geblieben. Wo Bier draufsteht, ist auch Bier drin. Ein beruhigendes Gefühl in Zeiten, wo andere Lebensmittel ständig Schlagzeilen machen. Oder doch nicht? Mit dem aus den USA zu uns geschwappten Trend zu Craftbieren bietet das Originalgetränk ganz neue gustatorische Erlebnisse. Von Whiskey und Sherry über Schokoladen- bis zum Fruchtgeschmack. Wie kann das gehen nach Reinheitsgebot, also nur mit Gerstenmalz, Hopfen, Hefe und Wasser? In alten Whiskey- oder Sherryfässern gelagert nimmt das Bier das Aroma des Fasses auf. Eine andere Herstellungsart ist die Kalthopfung, bei der traditionell ein Baumwollsack mit „Spezialhopfen“ direkt in den Lagertank gelegt wird, wie dies bei der Seligenstädter Traditionsbrauerei Glaabsbräu beim nach Zitrone schmeckenden Craftbier „Hopfenlust“ geschieht. „Mit den vier Zutaten kann man Millionen von unterschiedlichen Geschmacksvariationen erreichen“, erklärt Holger Eichele vom Deutschen Brauer-Bund.

Erinnert ein wenig an die vier Grundfarben, die auch eine schier unendliche Farbpalette hervorbringen. Im Gegensatz zu den Farben werden beim Craftbier nur natürliche Zutaten ohne Konservierungsstoffe oder künstliche Aromen verwendet. „Das neue ‚Geschmacksbier’ bietet der Gastronomie noch mehr Vielfalt und Gestaltungsmöglichkeiten auf der Speisekarte“, weiß Robert Glaab, der als Bier-Sommelier u.A. gelernt hat, welches Bier zu welcher Speise am besten passt. Natürlich greift die Gastronomie neue Ideen und Inspirationen gerne auf, denn auch Kunden freuen sich über „immer mal wieder was Neues“. Der Tag des Deutschen Bieres wird traditionell oft als Anlass für verschiedene Events und Aktionen genommen. „In unserem historischen Seligenstadt sowieso“, resümiert Glaab.